Neue Bäume für den Garten

Seit einiger Zeit wünsche ich mir zwei neue Gehölze im Garten. Eine Koelreuteria paniculata und eine Betula utilis – Blasenesche und Himalayabirke. Lange bin ich durch den Garten und habe Miscanthusstecken in die Erde gesteckt, um zwei Standorte zu finden. Nun habe ich mir den Wunsch erfüllt.

Die Koelreuteria paniculata kommt an den Sommersitzplatz und die Betula utilis als Blickfang ans Ende der langen Sichtachse durch den Garten.

Die Birke habe ich im letzten Herbst im Quartier “unserer” Baumschule Upmann gefunden. Für die Koelreuteria verwies mich Herr Upmann an die Baumschule Jurgelucks in Bad Lippspringe. Die Baumschulen tauschen regelmäßig über eine sogenannte Börse Gehölze miteinander.

In Bad Lippspringe konnte ich mir dann aus einer großen Auswahl meine Koelreuteria aussuchen:

Wie man sieht ein ganz schön stattliches Exemplar. Aber sie soll ja auch möglichst bald als Baum im Garten wirken.

Entsprechend groß sind auch die Pflanzgruben, die ich vor der Abholung vorbereitet habe.

Gestern bin ich dann mit meiner Gartenfreundin und Anhänger zur Baumschule Upmann gefahren, um die beiden Gehölze abzuholen. Die Koelreuteria stand bei Jurgelucks in Lehm. Entsprechend schwer war der gar nicht so große Ballen. In der Baumschule steht für solche Fälle großes Gerät bereit. Daheim mussten schnell noch zwei Helfer aktiviert werden.

Es war dann dennoch ein ganz schöner Gewaltakt. Die Birke aus Upmanns Sand war dagegen fast ein Kinderspiel. Nun stehen beide Bäume und gehen hoffentlich gut an.

 

Quirlige Gäste

Erstmals in diesem Jahr besuchen Erlenzeisige die Vogelfütterung im Garten. Zunächst waren es nur zwei Paare. Inzwischen suchen teilweise weit über 20 Tiere die Futtersäulen auf.

Die muntere Bande sitzt im Feldahorn oder in der Zierkirsche und immer, wenn ein Platz frei ist, wird das Vogelfutter geplündert. Besonders beliebt ist die Finkensäule mit Samen vom Ramtillkraut (auch Niger- oder Negersaat genannt). Hier haben sich bisher nur die Stieglitze bedient, die nun arge Konkurrenz bekommen haben.

Winterernte

Auch Ende Februar müssen wir nicht auf frisches Gemüse aus dem eigenen Garten verzichten. Noch ist es kalt und die Möhren und Pastinaken treiben nicht durch. Bevor nun hoffentlich bald der Frühling kommt, müssen die letzten Früchte allerdings so langsam aus der Erde. So gab es am Wochenende Grünkohl sowie Lauch, Möhren und Pastinaken.

Der Porree ‘Blaugrüner Winter’ ist damit der Gewinner in Sachen längste Kultur: Ende Februar 2015 im Haus vorgezogen und immer noch 6 Pflanzen im Beet. Die Stangen haben sich gut aber teilweise sehr unterschiedlich entwickelt. Seit einigen Jahren kommt über den Lauch ein Gemüseschutznetz. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

Pastinaken kommen auch immer gut über den Winter. Inzwischen ziehen sie durch den gesamten Garten. Falls sie sich den falschen Platz ausgesucht haben, wandern sie wie ihre Verwandten aus dem Gemüsebeet in die Küche. Wenn nicht, ist der Doldenblütler im zweiten Jahr ein imposanter Anblick im Sommer.

 

Winterende exotisch

Noch bevor die Schneeglöckchen oder Winterlinge bei uns im Garten blühen sorgt die kleine Iris reticulata für spektakuläre ja exotische, Momente.

Am Beetrand im Bauerngarten hat sie nun einen guten Platz gefunden und sich vermehrt. Nach der Blüte entwickelt sich das grasartige grau blaue Laub – deutlich höher als die blühenden Iris.

Sehr früh in diesem Jahr ist die Schneeforsythie Abeliophyllum distichum.

Hier geht es zu den Eindrücken aus dem Vorjahr.

Frostschutz natürlich

Das Wetter spielt verrückt. Zum Vollmond heute wechselt sich der Frost mit deutlich milderen Temperaturen ab. Morgen sollen es tagsüber bis zu 10°C sein.

Dem Garten haben die frostigen Tage nichts ausgemacht. Die Winterblüher haben einen natürlichen Frostschutz. In den Pflanzenzellen wird zum Winter extra viel Zucker gebildet und der Gefrierpunkt dadurch soweit heruntergesetzt, dass sich keine Eiskristalle mehr bilden können, die die Zellen zerstören würde. Ein gutes Beispiel ist die Christrose wie diese vorher/nachher Bilder zeigen:

Nicht wirklich ein Winterblüher in unseren Breiten aber dennoch gut durch die frostige Woche gekommen ist Euphorbia characias ‘Purpurea’.

Die Mittelmeer Wolfsmilch ist jetzt seit drei Jahren an ihrem nicht wirklich geschützten Standort im hinteren Gartenteil. Inzwischen sind erste Sämlinge aufgetaucht. Davon wird der ein oder andere in den Vorgarten wechseln.