Willkommen im Garten – in unserem und in Ihrem

Hervorgehoben

Seien Sie herzlich willkommen im Garten. In loser Reihenfolge finden Sie auf diesen Seiten Berichte und Bilder aus unserem Garten und über allgemeine Gartenthemen: Gartentagebuch

Willkommen aber auch in Ihrem Garten!

Denn auch Gartengestaltung, Gartenberatung und Pflanzenverwendung sind hier Thema.

Sie möchten einen Garten anlegen, wissen aber nicht wie?
Sie möchten Ihren Garten umgestalten und benötigen dazu Tipps?
Sie möchten einen Gemüsegarten anlegen und dabei auf die Erfahrung anderer zurückgreifen?
Sie möchten ein Staudenbeet anlegen, und trauen sich das noch nicht alleine zu?
Sie möchten individuelle Beratung und Unterstützung bei Ihrer Gartenfrage?

Mein Angebot für Sie:

Inspiration, Motivation, Dynamik
Naturnahe Gartengestaltung
Naturgarten gestaltet
Gartenplanung und Gartenberatung
Entwicklungsberatung
Coaching und Workshop
Gemeinsam zum Garten
Pflanzengestalter Netzwerk Gärten
Pflanzenverwendung und Pflanzplanung
Stauden, Blumenzwiebeln, Gehölze, Ansaaten Gemüsegarten

Mitgliedsbetrieb Naturgarten e.V.
Verein für naturnahe Garten- und Landschaftsgestaltung

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf: Staudenkinder

Hans-Bernd Hensen
Gartengestaltung | Gartenberatung
Rheda-Wiedenbrück

Projektarbeit Pflanzengestalter

Im vergangenen Sommer habe ich meine Projektarbeit für den Abschluss der Fortbildung zum Pflanzengestalter geschrieben. Da nun eine Chance auf Realisierung des Projektes besteht möchte ich die Arbeit hier kurz vorstellen.

Die Zusammenfassung aus der Arbeit:

„Die Projektarbeit hat zum Ziel, die Freiflächen eines Bauernhofcafés am Rande des Naturschutzgebietes Lippeaue zu entwickeln und ein nachhaltiges Pflanzkonzept zu erstellen.

Im Rahmen einer umfangreichen Standortanalyse werden die Nutzungen und Wünsche der Nutzer sowie die den Standort bestimmenden Bedingungen erfasst und bewertet. In einem nächsten Schritt wird ausgehend vom Motto Baumhoers Lippeauenblick ein Nutzungs- und Funktionskonzept entwickelt. Unterstützt durch eine Mindmap werden Inhalte, Wege, Blicke und Räume für die anstehende Freiraumplanung definiert und in einem Funktionsplan dargestellt. Darauf aufbauend wird die zukünftige Form des Gartens entworfen. Das zugrundeliegende Thema ist die mäandrierende Lippe.

Auch die anschließende Pflanzplanung orientiert sich am Vorbild der benachbarten Natur. Es wird dafür zunächst ein am Vegetationsvorbild orientiertes Pflanzbild entwickelt: Eine locker hochwüchsige, artenreiche und mehrschichtige Wiese, deren Gräser und Stauden sich im Wind wiegen; Weite, Vielfalt, Dynamik. Emotionen weckend.

Zur weiteren Umsetzung gilt es, ein passendes Planungsmuster zu finden. In diesem Zusammenhang wird ausgehend von der Mischpflanzung eine eigene Variante mit Regieanweisungen kreiert.

Darauf aufbauend wird ein Anforderungsprofil erarbeitet, mit Hilfe dessen Anforderungskriterien eine Pflanzenliste angelegt wird. Aus dieser Positivliste wird mit Unterstützung durch einen Ereigniskalender die endgültige Staudenmischung erstellt und abschließend ein Pflanzplan entwickelt.

Das Ergebnis ist eine Staudenmischung, die in Form einer selbst kreierten, strukturierten Mischpflanzung aufgepflanzt, eine im Rahmen der Freiraumgestaltung geschaffene Pflanzfläche in eine nachhaltige und ästhetisch ansprechende Staudenpflanzung verwandelt.“

Die Präsentation der Projektarbeit

Die Projektarbeit

Wer mag, kann sich hier die gesamte Arbeit herunterladen: Projektarbeit Baumhoers Lippeauenblick

Weiterführende Informationen und Presse

Bildungsstätte Gartenbau Grünberg

Pflanzengestalter Netzwerk Gärten

Seminarablaufplan, der Weg zum Pflanzengestalter

Baumhoers Lippeauenblick

Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V.
Biologische Station Soest

Gartenpraxis: Zweite Qualifizierung zum Pflanzengestalter erfolgreich

TASPO Garten Design: Den Pflanzen Raum geben

Titelbilder 2020

Mai

Die Kraft der Stauden

Heute war ich in einem Kundengarten, in dem ich gemeinsam mit den Gartenbesitzern am 28. April diesen Jahres nach Neugestaltung eine Staudenpflanzung angelegt habe.

Es ist beachtlich, wie sich die Staudenpflanzung in den letzten vier Monaten entwickelt hat. Und dieser Sommer 2018 war dank langer Hitze und Trockenheit nicht ohne Herausforderungen. Es ist schön, ein abgeschlossenes Projekt zu besuchen und zu sehen, wie die Planung aufgeht und sich darüber zu freuen, dass die Kunden und der Gärtner zufrieden sind.

Planung und Bau

Der Garten wurde komplett neu gestaltet und im letzten Herbst gebaut. Die Gehölze haben wir im Dezember gepflanzt. Die Ligusterhecke, die normalerweise eine schöne ruhige dunkelgrüne Kulisse bildet, wurde unlängst kräftig zurückgenommen und muss erst wieder durchtreiben.

Da wo früher Rasen war ist nun eine zentrale Staudenfläche mit einem Hochbeet aus Trockenmauern hinter dem sich ein neuer zweiter Sitzplatz anschließt. Hier sitzen die Gartenbesitzer nun auf Augenhöhe mit den Stauden und schauen den Hummeln und Bienen auf den Stauden zu. In diesem Bereich wurden Stauden verwandt, die Trockenheit vertragen. Die Stauden sollten zudem den Geruchssinn und den Tastsinn ansprechen sowie ganzjährig etwas fürs Auge bieten. Dieser Bereich wird durch zwei Kieswege erschlossen. Der gesamte Garten ist nun diagonal angelegt und gewinnt dadurch und durch die Wegeführung sowie das Hochbeet an Größe. Es gibt selbst in diesem kleinen Garten nun unterschiedliche Räume und abwechslungsreiche Blickbeziehungen.

Gartenräume auch im kleinen Garten

An der Schmalseite des Hause gibt es noch einen Hofbereich der mit seinen schattenverträglichen Stauden nun eine sehr ruhige Atmosphäre ausstrahlt und nun auch Aufenthaltsqualität hat. Im äußeren Bereich des kleinen Gartens zur Hecke und zum Nachbarn hin gibt es weitere Staudenpflanzungen, die das Thema der zentralen Staudenfläche aufgreifen und varieren. Hier sind auch Pflanzen wie Miscanthus oder Amsonia gepflanzt, die erst nach einigen Jahren ihren Habitus entwickelt haben. Dann übernehmen Sie auch eine Sichtschutzfunktion.

Ich bin gespannt, wie sich der Garten weiter entwickelt und in ein, zwei Jahren aussieht. Dann werden die Gehölze langsam Fahrt aufnehmen und wachsen. Im Herbst werden wir Geophyten ergänzen, um auch im zeitigen Frühjahr schon einen Blühhöhepunkt zu haben.

Zeichenwerk – Gärten entwerfen

Heute möchte ich von einer Fortbildung berichten, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat: Gärten entwerfen, ein Seminar von Daniel Nies, Zeichenwerk.

Neben meinen vielen praktischen Erfahrungen mit Pflanzen und Gärten arbeite ich seit einiger Zeit daran, auch die theoretischen Hintergründe der Gartengestaltung und Pflanzenverwendung zu vertiefen. Ein Aspekt ist das Zeichnen von Gärten.

Auf meiner Suche nach Fortbildungen zu diesem Thema bin ich auf Daniel Nies und sein Zeichenwerk gestoßen. 2015 habe ich in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg als blutiger Einsteiger in das Thema Gärten zeichnen das Modul 1 bei Daniel Nies besucht. Wie es so schön auf der Internetseite heißt: Vorkenntnisse – nicht nötig. Und genau so bin ich damals auch angereist. Es waren vier extrem anstrengende aber auch extrem lehrreiche Tage nach denen ich Zeichnungen anfertigen konnte, von denen ich vorher noch nicht einmal zu träumen gewagt habe. Daniel Nies hat eine didaktische Methode entwickelt, die eine unheimlich steile Lernkurve ermöglicht. Ich habe in meinem bisherigen Berufsleben noch keine Fortbildung erlebt, die von den zeitlichen oder inhaltlichen Umfängen und vom Erfolg vergleichbar gewesen wäre und noch dazu so viel Spaß und Erfüllung gebracht hat.

Aufbauend auf das Einstiegsmodul wird das Seminar Gärten entwerfen angeboten, von dem hier die Rede sein soll.

Auch dieses Seminar fand in Grünberg statt. Die Unterbringung und Verpflegung erfolgte in der Bildungsstätte Gartenbau. Veranstaltungsort für die Fortbildung war erneut das Grünberger Bildungszentrum Floristik.

Seminarinhalt war die strukturierte Vorgehensweise des Entwerfens von Gärten. Ausgehend von den im Garten vorgefundenen Gegebenheiten und den Wünschen der Kunden wurden zunächst funktionale Pläne entwickelt. Auf dieser Ebene und unter Berücksichtigung gestalterischer Grundsätze wurden dann Entwürfe und schließlich Reinzeichnungen bzw. Präsentationspläne gefertig. Der Schwerpunkt des Inhalts der theoretischen Einheiten lag nun nicht beim Zeichnen sondern in der Erarbeitung eines Arbeitsablaufes vom ersten Kundenkontakt bis zum fertigen Plan und auf der Vermittlung allgemeiner gestalterischer Prinzipien und Vorgehensweisen.

Aber Daniel Nies wäre nicht Daniel Nies, wenn es nicht so ganz nebenbei noch Literaturhinweise, theoretischen Input zu fast schon psychologischen Ansätzen der Zielfindung und Kundenergründung und natürlich immer mal wieder Tipps und Tricks aus seinem Erfahrungsschatz sowie Materialkunde gäbe. Dabei kommt der Spaß und die Unterhaltung durch ihn und vor allem auch gute Musik nie zu kurz.

Ganz wichtig und wesentlicher Bestandteil der Fortbildung sind die Präsentation der Arbeitsergebnisse und Besprechung direkt mit dem Dozenten und vor allem mit der gesamten Gruppe. Natürlich entsteht dadurch ein gewisser Stress aber der Lerneffekt ist beeindruckend. Einmal durch die Kritik an der eigenen Arbeit und zum anderen bei der Besprechung der Ergebnisse der anderen Teilnehmer. Und, es waren wieder klasse Teilnehmer. So vielfältig, so kreativ.

Was gibt es noch? Natürlich der Hinweis auf die ungewöhnlichen Seminarzeiten: Fünf Tage insgesamt. Mittwoch von 9:00 Uhr bis 20:00 Uhr (tatsächlich 21:00 Uhr). Donnerstag, Freitag und Samstag von 9:00 bis 22:00 Uhr (tatsächlich nach 24:00 Uhr) und am Sonntag noch einmal von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Dazwischen nicht wirklich lange Pausen. Unglaublich, wenn man das so liest – aber machbar – keine Ahnung, wie Daniel Nies die Kraft hat und gibt. Dann gibt es noch den Shop im Seminar, wo jederzeit die Möglichkeit besteht, Zeichenmaterialien zu erwerben. Und: Die Unterbringung und Verpflegung in der Bildungsstätte Gartenbau. Immer wieder sehr angenehm dort. Sehr nette Mitarbeiter und gutes Essen.