Projektarbeit Pflanzengestalter

Im vergangenen Sommer habe ich meine Projektarbeit für den Abschluss der Fortbildung zum Pflanzengestalter geschrieben. Da nun eine Chance auf Realisierung des Projektes besteht möchte ich die Arbeit hier kurz vorstellen.

Die Zusammenfassung aus der Arbeit:

„Die Projektarbeit hat zum Ziel, die Freiflächen eines Bauernhofcafés am Rande des Naturschutzgebietes Lippeaue zu entwickeln und ein nachhaltiges Pflanzkonzept zu erstellen.

Im Rahmen einer umfangreichen Standortanalyse werden die Nutzungen und Wünsche der Nutzer sowie die den Standort bestimmenden Bedingungen erfasst und bewertet. In einem nächsten Schritt wird ausgehend vom Motto Baumhoers Lippeauenblick ein Nutzungs- und Funktionskonzept entwickelt. Unterstützt durch eine Mindmap werden Inhalte, Wege, Blicke und Räume für die anstehende Freiraumplanung definiert und in einem Funktionsplan dargestellt. Darauf aufbauend wird die zukünftige Form des Gartens entworfen. Das zugrundeliegende Thema ist die mäandrierende Lippe.

Auch die anschließende Pflanzplanung orientiert sich am Vorbild der benachbarten Natur. Es wird dafür zunächst ein am Vegetationsvorbild orientiertes Pflanzbild entwickelt: Eine locker hochwüchsige, artenreiche und mehrschichtige Wiese, deren Gräser und Stauden sich im Wind wiegen; Weite, Vielfalt, Dynamik. Emotionen weckend.

Zur weiteren Umsetzung gilt es, ein passendes Planungsmuster zu finden. In diesem Zusammenhang wird ausgehend von der Mischpflanzung eine eigene Variante mit Regieanweisungen kreiert.

Darauf aufbauend wird ein Anforderungsprofil erarbeitet, mit Hilfe dessen Anforderungskriterien eine Pflanzenliste angelegt wird. Aus dieser Positivliste wird mit Unterstützung durch einen Ereigniskalender die endgültige Staudenmischung erstellt und abschließend ein Pflanzplan entwickelt.

Das Ergebnis ist eine Staudenmischung, die in Form einer selbst kreierten, strukturierten Mischpflanzung aufgepflanzt, eine im Rahmen der Freiraumgestaltung geschaffene Pflanzfläche in eine nachhaltige und ästhetisch ansprechende Staudenpflanzung verwandelt.“

Die Präsentation der Projektarbeit

Die Projektarbeit

Wer mag, kann sich hier die gesamte Arbeit herunterladen: Projektarbeit Baumhoers Lippeauenblick

Weiterführende Informationen und Presse

Bildungsstätte Gartenbau Grünberg

Pflanzengestalter Netzwerk Gärten

Seminarablaufplan, der Weg zum Pflanzengestalter

Baumhoers Lippeauenblick

Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V.
Biologische Station Soest

Gartenpraxis: Zweite Qualifizierung zum Pflanzengestalter erfolgreich

TASPO Garten Design: Den Pflanzen Raum geben

Krokuswiese

Unter unserem alten Apfelbaum habe ich vor Jahren Krokusse in den Rasen gepflanzt. Eine „einfache“ Mischung aus dem Gartencenter. Inzwischen haben sie sich gut etabliert. Allerdings werden die Gelben jedes Jahr weniger.

Auch die Bienen freuen sich über die Nahrungsquelle.

Frühling 2016

Kurz bevor die letzten Tulpen verblühen eine Zusammenfassung des Frühlings in diesem Jahr:

Die Krokuswiese ist immer der frühe Höhepunkt im Garten. Inzwischen haben sich die Krokusse gut vermehrt. Ursprünglich eine handelsübliche Mischung „Prachtkrokus“ überwiegen inzwischen die Krokuss in Blautönen.

Die Narzissenwiese hat uns in diesem Jahr besonders lange erfreut, ebenso die sich durch fast den ganzen Garten ziehende Randbepflanzung mit Narcissus ‚Jetfire‘ und Narcissus ‚Tête à Tête‘.

Die Tulpenblüte beginnt mit Tulipa fosteriana ‚Purissima‘. Von ihr sowie von Tulipa saxatilis oder auch Tulipa sylvestris gibt es keine aktuellen Bilder. Dafür von den späteren Tulpen:

Tulipa ‚Carnaval de Nice‘ habe ich erstmal im Kübel. Eine faszinierende Tulpe, erinnert mich an einen Eisbecher.

Auch neu in diesem Jahr: Tulipa ‚Mariette‘  im hinteren Bereich des Vorgartens und in einem Kübel vor der Haustür. Eine sehr edle Tulpe mit ihrer Blüte auf langen Stielen. Die Blüten schauen gerne mal in unterschiedliche Richtungen. Ich bin gespannt, wie sie sich nun im nächsten Jahr macht.

Weitere Tulpen sind ‚Nightrider‘ und ‚China Town‘. Zu China Town hat sich ein Ausreißer gesellt. Ich nehme es frei nach Prof. Borchardt als 4. Stufe der Gestaltung: Provokation.

In Kübeln habe ich dann noch eine Kombination von „White Triumphator und Queen of the Night“.

White Triumphator ist als edle späte weiße Tulpe auch noch in zwei Beeten vertreten.

In der Narzissenwiese haben inzwischen die Camassien die führende Rolle übernommen.

Die Prärielilien blühen

Warum nicht auch schon im April? In diesem Jahr bleibt es dabei: alles drei bis vier Wochen vor dem Vorjahr. So blühen auch die Prärielilien bereits jetzt.

Im Herbst 2012 habe ich zaghaft fünf Zwiebeln Camassia leichtlinii in unserer „Wiese“ versenkt. Die Pflanzen habe mich dann im vergangenen Frühjahr so begeistert, dass ich im Herbst noch einmal fünfzig nachgelegt habe. Nun ist die Begeisterung entsprechend größer. Die blauen Sterne der Prärielilien leuchten gerade im Abendlicht besonders schön. Etwas schade ist, dass Camassia ziemlich schnell verblüht. Zumal wir ja weiterhin deutlich zu hohe Temperaturen haben. Dann muss es halt die Masse machen. Ich bin gespannt, wie sich die Pflanzung in den nächsten Jahren entwickelt.