Willkommen im Garten – in unserem und in Ihrem

Hervorgehoben

Seien Sie herzlich willkommen im Garten. In loser Reihenfolge finden Sie auf diesen Seiten Berichte und Bilder aus unserem Garten und über allgemeine Gartenthemen: Gartentagebuch

Willkommen aber auch in Ihrem Garten!

Denn auch Gartengestaltung, Gartenberatung und Pflanzenverwendung sind hier Thema.

Sie möchten einen Garten anlegen, wissen aber nicht wie?
Sie möchten Ihren Garten umgestalten und benötigen dazu Tipps?
Sie möchten einen Gemüsegarten anlegen und dabei auf die Erfahrung anderer zurückgreifen?
Sie möchten ein Staudenbeet anlegen, und trauen sich das noch nicht alleine zu?
Sie möchten individuelle Beratung und Unterstützung bei Ihrer Gartenfrage?

Ich kann Ihnen helfen – nehmen Sie Kontakt mit mir auf: Staudenkinder

Hans-Bernd Hensen
Gartengestaltung | Gartenberatung
Rheda-Wiedenbrück

Zeichenwerk – Gärten entwerfen

Heute möchte ich von einer Fortbildung berichten, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat: Gärten entwerfen, ein Seminar von Daniel Nies, Zeichenwerk.

Neben meinen vielen praktischen Erfahrungen mit Pflanzen und Gärten arbeite ich seit einiger Zeit daran, auch die theoretischen Hintergründe der Gartengestaltung und Pflanzenverwendung zu vertiefen. Ein Aspekt ist das Zeichnen von Gärten.

Auf meiner Suche nach Fortbildungen zu diesem Thema bin ich auf Daniel Nies und sein Zeichenwerk gestoßen. 2015 habe ich in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg als blutiger Einsteiger in das Thema Gärten zeichnen das Modul 1 bei Daniel Nies besucht. Wie es so schön auf der Internetseite heißt: Vorkenntnisse – nicht nötig. Und genau so bin ich damals auch angereist. Es waren vier extrem anstrengende aber auch extrem lehrreiche Tage nach denen ich Zeichnungen anfertigen konnte, von denen ich vorher noch nicht einmal zu träumen gewagt habe. Daniel Nies hat eine didaktische Methode entwickelt, die eine unheimlich steile Lernkurve ermöglicht. Ich habe in meinem bisherigen Berufsleben noch keine Fortbildung erlebt, die von den zeitlichen oder inhaltlichen Umfängen und vom Erfolg vergleichbar gewesen wäre und noch dazu so viel Spaß und Erfüllung gebracht hat.

Aufbauend auf das Einstiegsmodul wird das Seminar Gärten entwerfen angeboten, von dem hier die Rede sein soll.

Auch dieses Seminar fand in Grünberg statt. Die Unterbringung und Verpflegung erfolgte in der Bildungsstätte Gartenbau. Veranstaltungsort für die Fortbildung war erneut das Grünberger Bildungszentrum Floristik.

Seminarinhalt war die strukturierte Vorgehensweise des Entwerfens von Gärten. Ausgehend von den im Garten vorgefundenen Gegebenheiten und den Wünschen der Kunden wurden zunächst funktionale Pläne entwickelt. Auf dieser Ebene und unter Berücksichtigung gestalterischer Grundsätze wurden dann Entwürfe und schließlich Reinzeichnungen bzw. Präsentationspläne gefertig. Der Schwerpunkt des Inhalts der theoretischen Einheiten lag nun nicht beim Zeichnen sondern in der Erarbeitung eines Arbeitsablaufes vom ersten Kundenkontakt bis zum fertigen Plan und auf der Vermittlung allgemeiner gestalterischer Prinzipien und Vorgehensweisen.

Aber Daniel Nies wäre nicht Daniel Nies, wenn es nicht so ganz nebenbei noch Literaturhinweise, theoretischen Input zu fast schon psychologischen Ansätzen der Zielfindung und Kundenergründung und natürlich immer mal wieder Tipps und Tricks aus seinem Erfahrungsschatz sowie Materialkunde gäbe. Dabei kommt der Spaß und die Unterhaltung durch ihn und vor allem auch gute Musik nie zu kurz.

Ganz wichtig und wesentlicher Bestandteil der Fortbildung sind die Präsentation der Arbeitsergebnisse und Besprechung direkt mit dem Dozenten und vor allem mit der gesamten Gruppe. Natürlich entsteht dadurch ein gewisser Stress aber der Lerneffekt ist beeindruckend. Einmal durch die Kritik an der eigenen Arbeit und zum anderen bei der Besprechung der Ergebnisse der anderen Teilnehmer. Und, es waren wieder klasse Teilnehmer. So vielfältig, so kreativ.

Was gibt es noch? Natürlich der Hinweis auf die ungewöhnlichen Seminarzeiten: Fünf Tage insgesamt. Mittwoch von 9:00 Uhr bis 20:00 Uhr (tatsächlich 21:00 Uhr). Donnerstag, Freitag und Samstag von 9:00 bis 22:00 Uhr (tatsächlich nach 24:00 Uhr) und am Sonntag noch einmal von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Dazwischen nicht wirklich lange Pausen. Unglaublich, wenn man das so liest – aber machbar – keine Ahnung, wie Daniel Nies die Kraft hat und gibt. Dann gibt es noch den Shop im Seminar, wo jederzeit die Möglichkeit besteht, Zeichenmaterialien zu erwerben. Und: Die Unterbringung und Verpflegung in der Bildungsstätte Gartenbau. Immer wieder sehr angenehm dort. Sehr nette Mitarbeiter und gutes Essen.

 

Hamburg

Ende Oktober waren wir einige Tage in Hamburg.

Neben ausgiebigem Sightseeing in der Stadt, gutem Essen und schönen Abenden stand natürlich auch der Besuch einiger der zahlreichen Grünanlagen und Parks in Hamburg auf dem Programm.

Einen ganzen Tag haben wir im Arboretum Ellerhoop-Thiensen verbracht. Ein lohnenswertes Ziel, das immer schon auf unserer Liste stand aber für einen Tagesausflug dann doch zu weit weg ist. Jetzt im Spätherbst konnten wir quasi als Zugabe noch die fantastische Herbstfärbung vieler Gehölze erleben – zumal wir einen Tag mit herrlichem Wetter und kaum Besuchern erwischt haben.

Neben der umfangreichen dendrologischen Sammlung gibt es zahlreiche Schaugärten. Hier konnte ich zahlreiche Ideen für meine Gartenprojekte sammeln und auch einen guten Vergleich von Theorie und Praxis der Gartengestaltung erfahren. Bücher, Vorträge und Seminare sind ein Baustein, Gartenreisen ein wichtiger weiterer Bestandteil meiner Weiterbildung im Bereich Gartengestaltung.

Ein Highlight ist in meinen Augen die Taxodiumpflanzung im großen See im hinteren Bereich des Arboretums.

Aber auch die Nachbildung eines echten Mammutbaumes die begehbar ist und in die ein lebender Mammutbaum gepflanzt wurde ist beeindruckend.

Einen weiteren Tag haben wir im Tierpark und Tropenaquarium Hagenbeck verbracht. Hier waren wir vor Jahren schon einmal und konnten nun sehen, welche Veränderungen es gegeben hat. Allein das Tropenaquarium lohnt einen Besuch. Wir haben mehrere Stunden darin verbracht.

Der Tierpark ist in eine wunderschöne Parklandschaft eingebettet. Höhepunkte hier das „neue“ Eismeer mit den Walrossen und immer noch das historische Afrikapanorama. Der alte Eingang ist erhalten geblieben, nun leider abseits vom neuen Eingangsbereich.

Während unseres Aufenthalts in Hamburg zog Sturmtief Herwart über den Norden Deutschlands hinweg. Eine Konsequenz: In Norddeutschland wurde der gesamte Bahnverkehr eingestellt und wir mussten einen Tag länger in Hamburg bleiben. Aber was heißt mussten. Wir konnten in unserem Hotelzimmer bleiben, problemlos den Zug auf den folgenden Tag umbuchen und auch zu Hause ließ sich alles regeln. Also: Ein geschenkter zusätzlicher Tag in dem ich mir unter anderem die Parkanlage Planten un Blomen angesehen habe.

Das weitläufige Areal in den Wallanlagen besteht aus zahlreichen unterschiedlichen Garten- und Parkbereichen, die es zu entdecken gilt. Bemerkenswert ist zum Beispiel der Japanische Garten aber auch die Gewächshäuser des ehemaligen Botanischen Gartens. Geprägt wird das Gelände auch durch zwei Gebäude. Das Radisson Blu Hotel und den fast 280 Meter hohen Heinrich-Hertz-Turm. Spiegelt sich das Hochhaus im See des Japanischen Gartens so findet der Fernsehturm in den Becken der Wasserkaskaden sein Spiegelbild – dieses wird aufgegriffen durch die zahlreichen runden Formen in diesem Gartenteil.

Piet Oudolf

2012 hatte ich meine erste Begegnung mit Piet Oudolf. Gar nicht weit weg von uns, im Maximilianpark in Hamm, entstanden 2010 und 2011 zwei große Staudenpflanzungen nach den Plänen des weltweit bekannten Gartenplaners.

Mindestens einmal im Jahr kommt der Niederländer nach Hamm, um mit der verantwortlichen Landschaftsarchitektin Petra Rieke-Schrewe „seine“ Pflanzung zu besuchen. Dabei wird genau betrachtet, was sich innerhalb der Staudenpflanzung im vergangenen Jahr getan hat. Bei Bedarf wird eingegriffen indem zum Beispiel Pflanznachbarn bedrängende Stauden zurückgenommen oder „nicht funktionierende“ Pflanzbereiche umgestaltet werden.

Wenn es sich einrichten lässt, fahre ich jedes Jahr zu diesen Terminen. Dabei kommt man dann auch leicht ins Gespräch. Man merkt sie Piet Oudolf an, die Liebe zu den Pflanzen. Mehr zu Formen als zu Farben. Bei seinen Planungen hat er das ganze Jahr im Blick. Gerade der Herbst- und Winteraspekt ist wichtig. Strukturstarke Stauden bilden das Gerüst für ganzjährig attraktive Pflanzungen.

Die beiden Pflanzbereiche sind sehr unterschiedlich. Der nördliche Teil, StaudenKunst, liegt sonnig mit wenigen Gehölzen und auf leicht ansteigendem Gelände. Der hintere, südliche Teil, NaturGestalten, liegt schattig bis halbschattig mit zum Teil großen Bäumen innerhalb der Pflanzungen – eher untypisch für Piet Oudolf. Aber, die Bäume waren eher da und durften bleiben.

Leitstauden im Bereich StaudenKunst sind Inula magnifica ‚Sonnenstrahl‘, abgelöst im Jahresverlauf durch Eupatorium maculatum oder auch Thalictrum rochebrunianum. Der Blick hat Halt und wird durch die Pflanzung geführt. Aspektbildende Gräser sind hier u. a. Achnatherum calamagrostis, Dechampsia cespitosa ‚Goldtau‘ oder auch Molinia arundinacea ‚Transparent‘.

Zunächst zurückhaltender, im Detail aber mindestens genauso beeindruckend der Bereich NaturGestalten. Halt gibt wiederum ein Eupatorium. Bei den Gräsern sind es aber nun Miscanthus sinsensis ‚Ferner Osten‘ und Spodiopogon sibiricus die in diesem Fall sowohl Struktur als auch Dynamik liefern. Sporobolus heterolepis besticht durch seinen einmaligen Duft und Hakonechloa macra schafft luftige Wellen im Schatten. Dazwischen ein eher gedeckt gehaltener Staudengenuss.

Schwierig der Bereich direkt unter den großen Gehölzen. Wacker schlägt sich hier zum Beispiel Trachystemon orientalis. Nicht vergessen darf man allerdings, dass die öffentliche Anlage sehr gut gepflegt wird und dazu gehören auch bei Bedarf regelmäßige Wassergaben.

Mein Angebot

Gerne beantworte ich weitergehende Fragen zur Pflanzung oder zu den verwendeten Arten und Sorten. Auf Wunsch führe ich auch persönlich durch die Pflanzungen. Dazu bitte ich um Kontaktaufnahme.

Der Privatgarten von Anja und Piet Oudolf in Hummelo

In diesem Sommer konnte ich dann endlich einmal den Privatgarten von Anja und Piet Oudolf von Anja und Piet Oudolf in Hummelo besuchen. Glücklicherweise waren an dem Tag auch beide daheim. Die Gärtnerei ist seit einigen Jahren geschlossen. Teile des Mutterpflanzenquartiers sind noch vorhanden. Hier ist auch das neue Wohnhaus entstanden. Architektonisch streng aber doch niederländisch. Geben im alten Teil des Gartens die Formschnitthecken den Staudenbeeten Halt, so ist es hier die Architektur des neuen Gebäudes. Die Pflanzungen sind wunderbar. Hier kann man den naturnahen Ansatz Oudolfs wahrscheinlich am ehesten erfahren. Es gibt Bereiche, in denen offensichtlich experimentiert wird, Pflanzungen, die seit Jahren zu funktionieren scheinen. Im Garten taucht man ein in die Welt der Stauden. Dynamik, Kraft, Farbe, Form, Duft.

Mein Angebot

Ihnen gefallen die Pflanzungen von Piet Oudolf? Sie möchten auch eine ansprechende Staudenpflanzung in Ihrem Garten haben? Kein Problem, ich helfe Ihnen dabei. Schauen Sie in der Rubrik staudenkinder oder nehmen sie direkt Kontakt mit mir auf.