Winterende exotisch

Noch bevor die Schneeglöckchen oder Winterlinge bei uns im Garten blühen sorgt die kleine Iris reticulata für spektakuläre ja exotische, Momente.

Am Beetrand im Bauerngarten hat sie nun einen guten Platz gefunden und sich vermehrt. Nach der Blüte entwickelt sich das grasartige grau blaue Laub – deutlich höher als die blühenden Iris.

Sehr früh in diesem Jahr ist die Schneeforsythie Abeliophyllum distichum.

Hier geht es zu den Eindrücken aus dem Vorjahr.

Frostschutz natürlich

Das Wetter spielt verrückt. Zum Vollmond heute wechselt sich der Frost mit deutlich milderen Temperaturen ab. Morgen sollen es tagsüber bis zu 10°C sein.

Dem Garten haben die frostigen Tage nichts ausgemacht. Die Winterblüher haben einen natürlichen Frostschutz. In den Pflanzenzellen wird zum Winter extra viel Zucker gebildet und der Gefrierpunkt dadurch soweit heruntergesetzt, dass sich keine Eiskristalle mehr bilden können, die die Zellen zerstören würde. Ein gutes Beispiel ist die Christrose wie diese vorher/nachher Bilder zeigen:

Nicht wirklich ein Winterblüher in unseren Breiten aber dennoch gut durch die frostige Woche gekommen ist Euphorbia characias ‚Purpurea‘.

Die Mittelmeer Wolfsmilch ist jetzt seit drei Jahren an ihrem nicht wirklich geschützten Standort im hinteren Gartenteil. Inzwischen sind erste Sämlinge aufgetaucht. Davon wird der ein oder andere in den Vorgarten wechseln.

Jetzt doch: Winter mit Schnee

Seit dem Vormittag ist es nebelig. Der Niederschlag hat sich als weißer Überzug auf alle Pflanzen gelegt. Dazu ein wenig Schnee. Leider habe ich wieder nur in der Mittagspause Zeit, einige Bilder zu machen. Am Nachmittag kommt nämlich tatsächlich noch kurz die Sonne, schade.

Die noch nicht zurückgeschnittenen Stauden geben dem Garten im Winter Struktur. Bei jedem Gang durch den Garten kann man auch zu dieser Jahreszeit so viel Schönes entdecken.

Da inzwischen auch viele Frühlingsblüher in den Beeten sind, ist es immer eine Gratwanderung, zu entscheiden ob und wann der Staudenrückschnitt erfolgen soll. Auch in diesem Jahr schauen bereits jetzt viele der Geophyten aus der Erde und ich werde mich wahrscheinlich in einigen Gartenteilen ziemlich ärgern, wenn ich nur schwebend den Staudenrückschnitt bewerkstelligen kann, ohne auf irgendeinen Frühlingsblüher zu treten.

An Tagen wie heute bin ich aber ziemlich froh, das fast alles noch steht.

Piet Oudolf antwortete auf die Frage „Was wann zurückschneiden?“: „Wenn es Dir nicht mehr gefällt.“

So einfach kann das sein.

 

Winter

Seit dem vergangenen Wochenende herrscht Winter. Mit Schnee hat es nicht geklappt aber die Temperaturen sind seit Montag auch tagsüber deutlich unter dem Gefrierpunkt. Die letzten beiden Nächte waren mit -8°C so kalt, wie seit zwei Jahren nicht mehr. Da dieser Wetterwechsel vom deutlich zu milden Weihnachtswetter zum Frost angekündigt war, konnten wir das Wochenende nutzen, um noch die ein oder andere Pflanze in Sicherheit zu bringen. Nun bleibt zu hoffen, dass das Frühbeet und die Garage die kalte Woche über frostfrei bleiben und es wirklich nur bei einer Frostwoche bleibt.

Der Winter hat aber auch seine schönen Seiten. Beim frühmorgendlichen Gang durch den Garten funkelt der Raureif auf den Pflanzen im Licht der Stirnlampe wie Millionen kleinster Edelsteine. Und selbst bis in die Mittagspause hält sich der dekorative Überzug.

Mein Lieblingsgras Achnatherum calamagrostis ‚Algäu‘ hält sich wacker und macht auch im Winter ordentlich was her. Sedum ‚Matrona‘, Agastache, Dipsacus und auch Amsonia hubrichtii sind weitere gute Kandidaten für den Winteraspekt.