Oktobersteinbrech

Im letzten Jahr habe ich erstmals den Garten von Peter Janke (Hortvs) besucht. Neben den vielfältigen Eindrücken, die dieser grandiose Garten bei mir hinterlassen hat, habe ich mir, ganz diszipliniert, eine (ja, nur eine) Pflanze mitgebracht. Saxifraga cortusifolia var. fortunei. Herbst- oder Oktobersteinbrech. Dieser blüht nun seit Ende Oktober erstmalig bei uns im Garten:

Wunderschön. Bei jedem Gang durch den herbstlichen Garten erfreuen wir uns an dieser Pflanze.

Premiere – Die erste Gruppe besucht unseren Garten

Seit knapp einem Jahr sind wir Mitglied in der Gesellschaft der Staudenfreunde. Am vergangenen Wochenende fand die diesjährige Tagung der Fachgruppe Gräser in Rheda-Wiedenbrück statt. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ein geplanter Gartenbesuch nicht stattfinden. Die Organisatorinnen sprachen bei uns vor und auf sanften Druck haben wir einer kurzfristigen Gartenbesichtigung zugestimmt.

Grundsätzlich sind wir ja gar nicht abgeneigt, unseren Garten auch einmal zu öffnen, aber doch nur mit einer ausreichend langen Vorlaufzeit. So lag nun knapp eine Woche zwischen unserer Zusage und dem Besuch. Das Wetter ist bescheiden und Urlaub auch nicht möglich. Also versuchten wir, locker zu bleiben und das Beste aus der Situation zu machen. Am Freitag wurden im Gemüsegarten die Wege geharkt und dann alles in die Garage geräumt, was nicht niet- und nagelfest war.

Am Samstag trudelten dann am frühen Morgen die Besucher ein. Es waren knapp zwanzig sehr liebe Menschen aus allen Ecken Deutschlands. Die für den Besuch bei uns eingeplanten 90 Minuten vergingen wie im Fluge. Das Feedback war durchweg positiv und allen hat unser Garten gefallen. Da fällt natürlich ein Stein vom Herzen.

Hochsommer im Gemüsegarten

Im Juli gerät der Gemüsegarten schon einmal etwas aus den Fugen. Die Einjährigen versuchen, das Regiment zu übernehmen. Die Erbsen sind wieder deutlich höher, als die dafür vorgesehene Befestigung.

Die Dicken Bohnen sind Geschichte und machen dem Grünkohl Platz. Nachdem wir eine sehr gute Erdbeerernte hatten, habe ich zwei Reihen ‘Senga Sengana’ aus dem Vorvorjahr entsorgt und nun Fenchel als Nachkultur gepflanzt.

Seit nunmehr drei Wochen hat es nicht geregnet. Da hilft nur Gießen.

Die erste Rosenblüte 2013

Und der Sieger ist, wie im letzten Jahr: Stanwell Perpetual. Die Blüten sind nach den heftigen Niederschlägen etwas mitgenommen und es ist kaum zu glauben, aber die Rapsglanzkäfer sind auch schon wieder allgegenwärtig…. Dennoch ist das ein schönes Ereignis. Endlich wieder Rosenblüten im Garten und Rosenduft in der Nase.

Im Jahr 2012 hatte die Rose bereits am 11. Mai die erste Blüte geöffnet hat. Das passt ja zum aktuellen Witterungsverlauf. Alles ist etwa 10 bis 14 Tage später, als im vergangenen Jahr. So dürfen wir jetzt hoffentlich auch die Eisheiligen verabschieden, die uns in der vergangenen Woche noch Tiefsttemperaturen von zum Beispiel 3° C am Donnerstag beschert haben.

 

Winterschäden an Rosen

Was soll das denn? Wir haben gerade einmal September. Nun, manche Winterschäden an Rosen tauchen erst im Sommer oder gar im Herbst auf. Hier sind Triebe der Ramblerrose Albéric Barbier zu sehen. Oft wird bei diesem Schadbild von Krebs gesprochen.

Die Wucherung und das damit verbundene Absterben des Triebes hat aber andere Gründe. Es handelt sich um einen Assimilatstau. Die Rose versucht, durch die Photosynthese gewonnene Stoffe zur Einlagerung in die Wurzeln zu transportieren. Durch den Frost sind aber die äußeren Bahnen zerstört. So kommt es zu diesen Wucherungen und zum Absterben des Triebes. Diese Erscheinung trifft oft erst später im Jahr auf, da die für den Wassertransport nach oben benötigten Bahnen weiter im Inneren des Triebes liegen und nicht zerstört wurden.