Saisonstart im Gemüsegarten

Das letzte Wintergemüse ist noch in der Erde, da beginnt der Start der neuen Saison im Gemüsegarten. Eines unserer Lieblingsgemüse möchte so früh wie möglich in die Erde, die Dicke Bohne (Vicia faba), auch Saubohne, Pferdebohne oder Puffbohne genannt. Empfohlen wird eine noch frühere Aussaat, ruhig schon im Februar. Da die Puffbohne leider gerne von der Schwarzen Bohnenlaus (Aphis fabae) heimgesucht wird, verschafft man ihr durch die frühe Aussaat einen zeitlichen Vorteil. Gänzlich vermeiden konnte ich den Befall durch die Bohnenlaus allerdings noch nie. Im Frühsommer werden die befallenen Triebe ausgeknipst und auf die biologische Schädlingsbekämpfung durch Marienkäfer und Co. gesetzt.

Zur Aussaat im März sieht der Gemüsegarten immer noch wild und ungepflegt aus. In diesem Jahr kommt hinzu, dass ich leider einen Teil der Buchsbaumumrandung entfernen musste, da er von einer Pilzinfektion betroffen war. Ein ordentlich vorbereitetes Beet ist dann allerdings umso schöner. Ich lege die Puffbohnen im Abstand von zehn Zentimetern ca. 5 – 8 cm tief. Die Reihen haben einen Abstand von 30 cm. Um den Abstand zwischen den einzelnen Bohnen möglichst gleichmäßig zu halten, schneide ich mir ein Stöckchen in entsprechender Länge. Und da der Gärtner werktags im Büro sitzen muss, werden auch schon einmal Handschuhe getragen, damit die Kunden und Kollegen nicht ganz so erschrecken…

Damit ich in den nächsten Jahren noch weiß, was auf welchem Beet war, mache ich mir in einem Beetplan immer entsprechende – grobe – Notizen. So kann ich die nötige Fruchtfolge einhalten.

In diesem Jahr habe ich die folgenden Sorten der Dicken Bohne gelegt.

Aus eigenem Saatgut: Karmesin und Dreifach Weiße sowie Osnabrücker Markt und Frühe Weißkeimige von unserem Lieblingssaatgutversender Dreschflegel.

Weitere Informationen zur Dicken Bohne bieten zum Beispiel die folgenden Internetseiten:
Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V.
Wildfind.com zum Thema Puffbohne

Die Frösche sind zurück

Vor einigen Jahren hat sich ein erstes Froschpärchen unseren Teich als Brutrevier für den Nachwuchs ausgesucht. Seitdem gibt es in unserem Garten eine zunehmende Froschpopulation, die dann immer an den ersten richtig warmen Tagen im Jahr den Teich zur Laichablage aufsucht. So auch jetzt wieder:

Die Frösche suchen nur für kurze Zeit das Wasser auf, um den Laich abzusetzen. Das ganze Jahr über trifft man sie dann immer mal wieder im Garten. Wir haben scheinbar ausreichend “wilde Ecken”, um ihnen einen passenden Lebensraum zu bieten.

Bohnen, Bohnen, Bohnen

Heute habe ich mich endlich der Bohnen erbarmt. Seit Monaten stehen sie herum und warten darauf, gedöppt zu werden. Hier die Ausbeute des letzten Jahres:

Zuckearfen sind natürlich keine Bohnen, sondern Zuckerschoten.

Tatsächlich Frühling!?

Heute habe ich einen Zitronenfalter und zwei Kleine Füchse im Garten gesehen. Bereits die letzten Tage waren sehr mild. Heute zeigte das Thermometer wieder 14 ° C. Die Natur ist schon sehr weit. Die vier Wochen, die wir im letzten Jahr länger auf das Frühjahr warten mussten ist der Frühling in diesem Jahr eher eingezogen.

Selbst unser Gizmo wagt sich schon zu einem Sonnenbad ans Ufer. Der Gehölzschnitt liegt noch auf dem Rasen. Ich hoffe nicht, dass Vögel auf die Idee kommen, darin zu nisten. Noch komme ich nicht dazu, alles zu häckseln.

Heute hatte ich zumindest Zeit, einen Großteil der Stauden zurückzuschneiden. Auch mit dem Schnitt der Rosen habe ich begonnen. Statt an der Blüte der Forsythie orientiere ich mich in diesem Jahr an der Blüte der Kornelkirsche.

Die Kraniche kehren zurück

Es kommt mir so vor, als ob es noch gar nicht lange her ist, dass die Kraniche sich im letzten Jahr verabschiedet haben.

Gestern konnte man sie bei uns schon wieder hören. Und, ist das nun ein Zeichen, dass es keinen harten Wintereinbruch mehr gibt? Es wäre ja schön – soweit, wie die Natur schon ist.