Quak, quak, quak…

Auf den Tag genau wie im vergangenen Jahr sind die Frösche wieder da.

Am 8. März war das erste vertraute “quak” zu hören und dann wurden es Tag für Tag mehr. In diesem Jahr konnten wir teilweise über dreißig Frösche zählen.

Zunächst treffen nur die Männchen ein.

Nach einigen Tagen kommen dann auch die Weibchen dazu und die Frösche beginnen zu laichen.

Die muntere Gesellschaft macht uns im Moment viel Freude. Wir sind gespannt, wie groß diese Grasfroschpopulation (Rana temporaria) noch wird. Bisher hat sich die Zahl der Tiere in jedem Jahr vergrößert. Und das, obwohl im Teich auch Fische und unser Gizmo (Gelbwangenschildkröte) wohnen. Die Flachwasserzone, die sich die Frösche ausgesucht haben, bietet entsprechende Sicherheit. Und unser Garten hat wohl ausreichende Nahrungsquellen und Versteckmöglichkeiten für die größer werdende Froschfamilie. Wir werten das als gutes Zeichen.

 

 

Frühlingsboten

Mit den Kranichen kehrt der Gärtner zurück…

Heute Abend zogen wieder große Gruppen Kraniche über uns hinweg. Das untrügliche Zeichen, der Frühling ist nicht mehr fern.

Mich durchströmt immer ein Glücksgefühl, wenn ich die Kraniche im Frühjahr höre und sehe. Wie sie so völlig unbeirrt von unseren großen und kleinen Sorgen ihren Weg nehmen. Über alle Grenzen hinweg.

Bohnen 2014/2015

Im vergangenen Jahr habe ich nur Stangenbohnen und keine Buschbohnen angebaut. Ein Teil der Ernte durfte ausreifen, um als Saatgut für die nächsten Jahre zu dienen.

Brita´s Foot Long Bean

Aus einem Erhaltungsprojekt bei garten-pur.de. Im letzten Jahr habe ich das alte Saatgut zur Auffrischung angebaut. In diesem Jahr konnten wir bereits einige Bohnen in der Küche verwenden. Die Hülsen sind lang (Foot Long Bean), kräftig im Geschmack mit leichten Fäden. Der Ertrag war in Ordnung.

Blauhilde

Das ist unsere Standardsorte. Die langen dunkelvioletten Hülsen werden beim Kochen grün. Ertragreich, robust, lecker.

Feuerbohne Gartenpur

Diese Feuerbohne habe ich aus einem Tausch mit einem Forumsmitglied bei garten-pur.de. Eine pechschwarze Feuerbohne, eher kantig, rote Blüte.

Steirische Käferbohne

Eine Feuerbohne, mal violett-schwarz, braun-weiß oder ganz weiß bzw. ganz schwarz. Vielleicht auch eine Mischung verschiedener Sorten. Ich versuche, die violett-schwarz gesprenkelten zu vermehren. Wunderschöne Bohnen. Wir machen im Winter Eintöpfe aus den reifen getrockneten Feuerbohnen.

Monstranz

Die Stangenbohne Monstranz, ein Bohne mit Geschichte. Die Bohne ist weiß mit einer Verzierung, die an einen Engel oder eine Monstranz erinnert. Dazu gibt es eine Legende, nach der ein Pfarrer in den Wirren des Krieges die Monstranz der Kirchengemeinde vor Plünderungen retten wollte. Er vergrub sie und markierte die Stelle mit einer Hand voll Bohnen. Der Pfarrer starb und mit ihm geriet die Monstranz in Vergessenheit. Spätere Generationen wunderten sich über die Bohnen, die an diesem versteckten Ort wuchsen und die so schön verziert waren. Sie gruben an der Stelle und fanden die verborgene Monstranz.

Merkwürdig bei der Ernte des vergangenen Jahres: Nicht alle Bohnen habe die komplette Zeichnung. Einige sind komplett weiß, einigen fehlt der Kranz. Die Form der Bohnen passt allerdings und auch die Hülsen sahen identisch zu denen der Vorjahre aus. Ich kann mir nur vorstellen, dass aufgrund des Witterungsverlaufs in 2014 die Bohnen nicht komplett ausreifen konnte. Für die weitere Vermehrung habe ich die Bohnen mit der kompletten Zeichnung aussortiert.

Spatzeneier

Wieder eine Lieblingsbohne. Die Hülsen habe eine rote Marmorierung, die bei sanftem Dünsten nicht völlig verschwindet. Sie sind breit und flach. Die mittelgroßen Samen haben ein rote Sprenkelung, die den Bohnen den Namen gegeben hat.

Berner Landfrauen

Das ursprüngliche Saatgut habe ich auch von einem Forumsmitglied aus garten-pur.de. Eine alte schweizer Bohnensorte. Lange rundlich dünne Hülsen mit leicht gebogenen Bohnen. Die Hülsen sind ähnlich denen der Spatzeneier marmoriert. Die Bohnen sind braun gesprenkelt, teilweise aber auch ganz braun oder schwarz.

Hier geht es zum Bericht über die Bohnenausbeute der vergangenen Saison. Noch steht nicht fest, welche Bohnen 2015 in die Erde kommen. Auf jeden Fall gibt es wieder ein Stangenbohnenzelt. Leider habe ich immer noch keine Bohnenstangen aus geschälten Fichtenspitzen. Seit letztem Jahr nutze ich Kastanienpfähle.

Winter 2014