Rana temporaria

Montag war das erste Quaken zu hören. Unsere Grasfrösche treffen wieder ein – und täglich werden es mehr. Die Nächte sind allerdings noch ziemlich kalt, daher geht es im Moment noch recht gesittet ab im Teich.

Mal sehen, ob es wieder eine so große Anzahl wird, wie im vergangenen Jahr. Immer wieder freuen wir uns, die munteren Gesellen zu begrüßen.

Ein Hauch von Frühling

Gestern zeigte das Thermometer bei uns 15° C. Der erste Zitronenfalter wurde gesichtet. Hummeln und Bienen sind auch schon unterwegs. Während sich der Gärtner mit dem Schneiden der Rosen müht, blüht es inzwischen an vielen Stellen im Garten. Allerdings hatte ich nach dem Kampf mit Bobby James keine Lust mehr zum Fotografieren. Und wie es dann immer so ist: Heute mag das Wetter nicht mehr Frühling spielen. Einige Blüten sind dennoch zusammengekommen:

Im Winterling habe ich die ersten Rapsglanzkäfer gesichtet, diese Fieslinge. Aber was soll´s. Freitag flogen den gesamten Tag große Gruppen Kraniche über uns hinweg. Die Meisen sind schon bei der Besichtigung der Nistkästen. Es wird ganz sicher Frühling.

Vorfreude auf das neue Gemüsegartenjahr

Gestern war die diesjährige Dreschflegel Lieferung in der Post. Dreschflegel, das ist ein Zusammenschluss von Menschen auf im Moment 15 Höfen, die sich der Vermehrung und Züchtung biologischen Saatguts angenommen haben. Das Angebot ist sehr vielfältig. Es umfasst neben vielen alten Sorten auch Neuzüchtungen. Immer aber ist es für den eigenen Nachbau geeignet.

Einer der Höfe ist ganz in unserer Nähe bei Telgte im Münsterland: Der Demeterhof von Jens Eichler. Von ihm kommt zum Beispiel der Eissalat Rossia, mit dem ich selber auch sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Im vergangenen Jahr konnte ich auf dem Hof von Jens Eichler an einem Workshop zur Saatgutgewinnung teilnehmen. Ein ganz besonderes Erlebnis, zu sehen und zu erfahren, wie biologisches Saatgut angebaut wird. Die viele Handarbeit und das eingesetzte Wissen und Engagement ist schon beeindruckend. So bekommt man noch einmal einen völlig neuen Bezug zum Samentütchen und in diesem Jahr ist für mich die Lieferung daher noch wertvoller.

Der Workshop wird auch in diesem Jahr wieder angeboten. Organisiert und durchgeführt durch die Regionalgruppe Münster der Gesellschaft der Staudenfreunde.

Zaghafter Start

Garten und Gärtner wagen einen zaghaften Start. Vier Wochen hatten wir nun Frost. Teilweise bis minus 10 ° C. Ein wenig Schnee lag auch in der Zeit. Nun ist diese kalte Periode zunächst einmal zu Ende. Heute waren es dann auch gleich 10 ° C plus.

Ich habe mit dem Rückschnitt der Stauden begonnen. Und auch zu dieser Jahreszeit blüht es im Garten. Zwar noch verhalten aber: immerhin. Die rote Hamamelis und die Helleborus, die ich im lezten Jahr von meiner Gartenfreundin Ute geschenkt bekommen habe.

Jahresausklang

31. Dezember. Das Jahr geht zu Ende. Dennoch, der Garten hat noch so viel zu bieten. Es hat Frost gegeben und Raureif. Da freue ich mich, dass ich noch nicht alles zurück geschnitten habe. Vieles ist wie überzuckert oder bietet in der tiefstehende Wintersonne einen schönen Anblick. Die Staudensonnenblumen und auch die hohen Rudbeckien haben den nassen Schnee im November gut überstanden. Auch Eupatorium und Phlomis machen noch eine gute Figur.

Einer meiner Lieblinge ist Dipsacus fullonum, die Wilde Karde. Ganzjährig schön und die Vögel habe im Winter eine scheinbar ergiebige Nahrungsquelle. Immer wieder kann ich zum Beispiel Stieglitze an den Fruchständen beobachten.

Wintergrüne Stauden, ein Thema, mit dem ich mich noch ausgiebiger beschäftigen muss. Sie bieten auch dann noch etwas für das Auge, wenn alles andere vergangen ist.

Meine Staudenkombination vor der Himalaya Birke gefällt mir immer noch gut. Hier Miscanthus sinensis ‚Graziella‘ und Sedum x ‚Matrona‘. Die Ramblerrose Perennial Blue ist die einzige, die noch Hagebutten hat. Alle anderen sind bereits von den Amseln geplündert. Auch Ilex und Co. stehen ohne Früchte da.

Schön anzuschauen ist auch noch der Vorgarten. Im kommenden Jahr möchte ich die ein oder andere Pflanze austauschen. Mein Garten ist ja auch immer mein Experimentierfeld. Hier kann ich Erfahrungen sammeln, Plfanzen und Kombinationen ausprobieren.

Schön ist die Kombination Sporobolus heterolepis ‚Cloud‘ und Allium spaerocephalon. Dauerhaft schön ist das Gras Sesleria autumnalis. Allerdings nimmt unser Hausbaum immer mehr Raum ein. So werden sich die Standortverhältnisse auf Dauer doch etwas verändern und die Pflanzung weiter angepasst werden müssen.

Damit nun genug für 2016. Allen Lesern wünsche ich einen guten Rutsch und ein glückliches und gesundes neues Jahr.